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© 2009 Father's House Kreuzlingen, Switzerland

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TREASURE HUNTS

 

 

Treasure Hunt, zu deutsch „Schatzsuche“ ist eine Evangelisationsmethode, eine Art himmlisches GPS-System, bei der man im Vorfeld darum bittet, dass Gott einem ganz spezifisch 1) Orte, 2) Namen, 3) Aussehen (Kleider) der Personen, 4) Probleme, Gebetsanliegen und 5) Spezielles zeigt. Dann schreibt man zu den einzelnen Kategorien auf, was der Heilige Geist in Form von Eingebungen, inneren Reden und Bildern zeigt. Anschließend geht man auf „Schatzsuche“, d.h. an die Orte, die man notiert hat und sucht die Menschen, auf welche die Eigenschaften zutreffen.

 

Keine Zufälle bei Gott!
Wir waren dieses Mal zu zweit unterwegs und hatten interessanterweise unabhängig voneinander jeweils dieselben zwei nebeneinander liegenden Geschäfte in Kreuzlingen auf unserem Zettel notiert. So warteten wir eine Weile vor diesen zwei Läden und sahen plötzlich einen jungen Mann in einer blauen Jacke, der auf unsere Richtung zusteuerte. Einer von uns hatte auch „blaue Jacke“ auf seiner Schatzkarte stehen und so sprachen wir ihn an. Er befand sich in einer schwierigen Lebenssituation und war total dankbar für Gebet. Es stellte sich heraus, dass er früher bereits schon mal eine Entscheidung für Jesus getroffen hatte. Als wir nach seinem Namen fragten, fanden wir heraus, dass exakt dieser Name auch auf unserer Liste stand. Wir konnten für ihn beten und in sein Leben hineinsprechen. Wow, dieser junge Mann war wirklich ein vorbereiteter Schatz und Gott berührte ihn an diesem Nachmittag.

 

Echte Freude                                                                                                                                                                                                                                Ich war etwas aufgeregt, als ich zum ersten Mal bei einem “Treasure Hunt” mitmachte. Ich schrieb viele Wörter auf, aber hatte keine Ahnung, wie das zusammenpassen sollte. Doch bald stellte sich heraus, dass einige von uns auch „Bahnhof“ notiert hatten. Als wir dann dort standen, fiel mir plötzlich eine Frau auf, die ein orangefarbenes T-shirt trug und bei den Fahrrädern wartete. Sogleich erinnerte ich mich an die Wörter, die ich auf meinem Papier notiert hatte… Fahrrad, Bahnhof, orange, Lächeln und Traurigkeit. Mir stiegen Tränen in die Augen, Gott gab mir ein Herz für diese Frau und ich spürte hinter ihrem Lächeln eine tiefe Traurigkeit. Ich ging zu ihr hin und erklärte ihr, dass wir ein  „Tresure Hunt“ machen und wie Gott mich zu ihr geführt hatte. Die Frau fing zu weinen an und gab zu, dass sie sehr traurig ist. Vor vielen Jahren traf sie eine Entscheidung für Jesus, aber spürt Gott seit längerem in ihrem Alltag nicht mehr. Wir beteten für sie, dass sie Gott neu erlebt und ihre Freude wiederhergestellt wird. Danach hatte ich den Eindruck, dass ich sie umarmen soll. Zuerst dachte ich, dass sie bestimmt denkt, ich sei verrückt, aber sie war einverstanden. Es war so cool zu sehen, wie Gott sie berührte und Hoffnung und ein echtes Lächeln in ihr Leben zurückkehrte.

 

Alles in Ordnung?

Als wir vor einem Straßencafé standen, fiel mir ein junger Mann in einem schwarzen Muskelshirt auf. Auf meiner Schatzkarte hatte ich genau dieses Kleidungsstück sowie Parkplatz, Brunnen und ein paar weitere Hinweise notiert, die zutrafen. Wir gingen zu der Gruppe hin, die den sonnigen Nachmittag genossen und sprachen sie an. Zuerst war der junge Mann in dem Muskelshirt nicht offen für Gebet und sagte, alles sei in Ordnung bei ihm. Ich wollte schon wieder gehen, doch plötzlich bekam ich den Impuls, nachzufragen, woher sie kommen. So stellte sich heraus, dass der junge Mann gerade in der Klinik wegen Drogenproblemen und Suizidgefahr ist. Schlagartig änderte sich die Atmosphäre in dem Gespräch von oberflächlich zu tiefgehend. Er erzählte mir aus seinem Leben und meinte irgendwann, dass er gerne mehr an Jesus glauben möchte. Wir konnten für ihn beten und gaben ihm eine Bibel. Der junge Mann war wirklich ein vorbereiteter „Schatz“ und wurde berührt von Gottes Liebe.

 

Die Lahmen gehen!

Wir waren auf einem “Treasure Hunt” in Konstanz unterwegs. Wir hatten den Eindruck, dass wir zum McDonalds gehen sollten. Dort trafen wir eine Frau, die einen Schlaganfall gehabt hatte. Die rechte Seite ihres Körpers war fast komplett gelähmt und sie war an einen Rollstuhl gefesselt. Als sie beim Mc Donalds vorbeikam, war die Batterie ihres elektrischen Rollstuhls gerade leer, so dass sie die Rampe zum Restaurant nicht hochfahren konnte. Wir standen genau dort, als es passierte und halfen ihr, den Rest des Wegs hochzukommen und beteten für sie im Eingang von McDonalds. Innerhalb weniger Sekunden begann sie ihre Finger und ihre Hand zu bewegen und dann auch ihr Bein. Sie war sogar fähig, ohne fremde Hilfe von ihrem Rollstuhl aufzustehen – seit 12 Jahren zum ersten Mal.

 

Schmerzen verschwunden!

Wir hatten verschiedene Hinweise bekommen, wie „Baum“, „Park“, „Bank“, „linker Arm“. Als wir an einem Park vorbeiradelten, sahen wir eine Gruppe ausländischer Jungs unter einem Baum auf einer Bank sitzen. Wir hielten an und als wir zu ihnen hingingen, sahen wir, dass einer der Jungs seinen linken Arm eingegipst hatte. Das war kein Zufall. Er war unser Schatz !. Wir hatten ein gutes Gespräch mit ihnen und konnten für den Jungen und seinen verletzten Arm beten. Er sagte danach, dass die Schmerzen weg sind.  

 

Gott kennt dich beim Namen!

An einem anderen Tag machten wir uns auf den Weg zu unserem Schatzhinweis „Turm“. Dort entdeckten wir eine Punksgruppe und sprachen sie an. Erstmal ergab sich kein so flüssiges Gespräch. Doch wir blieben und 10 Minuten später saß einer unserer Leute am Tisch mit der Gruppe und hatte ein gutes Gespräch mit einer jungen Frau über das Übernatürliche. Er konnte für sie beten und sie spürte wirklich Gottes Gegenwart auf ihren Händen. Jemand anders von uns redete derweil mit einem jungen Mann und stellte während des Gesprächs fest, dass er einer unserer „Schätze“ war, auf den viele Hinweise zutrafen: „schwarze Jacke“, „Turm“, „Scheidung“. Seine Eltern hatten sich vor einigen Jahren getrennt und er hat deswegen ein Problem damit, Gott als Vater zu erleben. Wir konnten am Ende für ihn beten.

 

Für eine Punkfrau, die schwanger war, bekam jemand von unserer Gruppe ein Wort der Erkenntnis, dass das Kind ein Mädchen werden wird. Gott zeigte ihm sogar den Namen. Zuerst war er unsicher, ob er das der Punkfrau mitteilen sollte, doch als er es tat, stellte sich heraus, dass es stimmte, sie mit einem Mädchen schwanger ist, das tatsächlich diesen Namen erhalten wird. Die junge Frau war verblüfft.

 

Überlebt!

Wir waren recht müde und unmotiviert, als wir zur Schatzsuche losliefen. An der Bushaltestelle setzten wir uns auf eine Bank und warteten einfach ab. Plötzlich tauchte die Gruppe ausländischer Jungs wieder auf, die wir neulich kennengelernt hatten. Als Hinweise hatten wir auf unseren Zetteln stehen: „Magenschmerzen“, „Migräne“, „rechtes Bein“. Einer von uns rief zu der Gruppe hinüber und fragte, ob jemand von ihnen vielleicht Migräne hat. Sofort rief einer der Jungs „Ja, ich“. Wir gingen hin und konnten für ihn beten. Sein Freund, der neben ihm saß, hatte Schmerzen im rechten Bein und einer der anderen Jungs hatte Magenschmerzen. Alles traf zu, so wie es auf unserer Schatzkarte stand.  Am besten war jedoch, als sich ein langes, persönliches und intensives Gespräch mit einem der Jungs ergab über Leben nach dem Tod und über das, was Jesus am Kreuz getan hat. Er hörte aufmerksam zu, selbst als seine anderen Freunde nach und nach weggingen.

 

Freude am Tanzen!

Wir gingen zu einer Gruppe von Mädchen, die in einem Park saßen und laut Musik hörten und tanzten. Als Hinweis hatten wir „Musik“ auf unseren Zetteln stehen. Wir erklärten  den Mädchen, dass wir gerade eine Schatzsuche machen und fragten sie, ob jemand von ihnen vielleicht körperliche Beschwerden hätte und wir beten können. Sofort sagte eines der Mädchen, „Ja“, sie hätte Schmerzen am Bein. Wir fragten sie, ob es ihr rechtes Knie sei, da wir das auf unserem Zettel notiert hatten. Erstaunt bejahte sie und die anderen Mädchen wollten sofort wissen, wie Gott uns das gezeigt hatte. Wir konnten für das Mädchen mit den Kniebeschwerden beten.